Bild Siloah Medizinisches Versorgungszentrum, Header, Klinikgebäude
Javascript ist deaktiviert. Dadurch ist die Funktionalität der Website stark eingeschränkt.

Zentrum für Onkologie Pforzheim

Hämato-onkologisches Spektrum

Das Spektrum der Hämato-Onkologie umfasst folgende Leistungen:

Solide Tumoren

Gynäkologische Tumore

  • Brustdrüsentumoren (Mammakarzinome)
  • Eierstocktumoren (Ovarialkarzinome)
  • Gebärmutterhalstumoren (Zervixkarzinome)
  • Endometriumtumoren (Uteruskarzinome)


Tumore des Magen-Darm-Traktes

  • Darmtumoren, Kolon-, Rektum-, Dünndarm-, Analtumoren, Karzinoide und Gastrointestinale Stromatumoren
  • Magentumoren, aber auch MALT-Lymphome
  • Speiseröhrentumoren (Oesophaguskarzinome)
  • Bauchspeicheldrüsentumoren (Pankreaskarzinome)
  • Leberzelltumoren (hepatozelluläre Karzinome)
  • Gallenblasen- und Gallenwegstumoren (cholangiozelluläre Karzinome)


Tumore der Lunge

  • Bronchialtumoren (Bronchialkarzinome)
  • Pleuramesotheliome
  • Maligne Thymome


Tumore des Kopf- und Halsbereiches

  • Hirntumoren (u.a Glioblastome)
  • Hals-, Nasen-, Ohrentumoren (Oropharynxkarzinome)


Tumore des Urogenitaltraktes

  • Nierenzelltumoren (Nierenzellkarzinome)
  • Harnblasentumoren (Harnblasenkarzinome)
  • Prostatatumoren (Prostatakarzinome)
  • Hodentumoren (Hodenkarzinome)


Tumore der Haut

  • Melanome
  • Merkelzelltumoren


sowie

  • Unbekannte Primärtumoren (CUP- Karzinome unklaren Primarius/Primärtumor)
  • Knochen-, Leber- und Lungenmetastasen bei (Zustand nach) dem Primärtumor/Karzinom in der Vorgeschichte.
  • Hirntumore

Blut- und Lymphdrüsenerkrankungen

  • Leukämien (CLL-chronische lymphatische Leukämie, CML - chronische myeloische Leukämie, AML- akute myeloische Leukämie in Rezidiv, Haarzell-Leukämie usw.)
  • Sämtliche Lymphome (M.Hodgkin, Non-Hodgkin-Lymphome, Plamozytom, Mantelzell-Lymphom, CLL, kutane und gastrointestinale Lymphome, usw.)
  • Myeloproliferative Erkrankungen (chronisch myeloische Leukämien, Polycythaemia vera, essentielle Thrombocythämie, CMMoL, Osteomyelofibrose)
  • Myelodysplastische Syndrome (refraktäre Anämie- RA, RAEB 1 und 2 und chronische myelomonozytäre Leukämie
  • Anämien (Eisenmangel, Vitaminmangel, hämolytische Anämien und Hämoglobinopathien- Sichelzell- und Thalassämie usw.)
  • Hämophilie
  • Veränderungen der Thrombozyten
  • Gerinnungsstörungen (Hämosteaseologie)

Palliativmedizin

Palliativmedizin ist die Summe aller medizinischen, pflegerischen und psycho-sozialen Maßnahmen, wenn Heilung nicht mehr möglich ist. Das Lindern von Beschwerden und Qualen sowie das Erhalten der bestmöglichen Lebensqualität sind entscheidend für das Wohl der Kranken.

Nach den Definitionen der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin ist Palliativmedizin „die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer voranschreitenden, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine heilende Behandlung anspricht. Die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen besitzt dann höchste Priorität."

Nicht die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität, also die Wünsche, Ziele und das Befinden des Patienten stehen im Vordergrund der Behandlung.

Die Einstellung gegenüber der Symptomkontrolle unterscheidet die Palliativmedizin von der klassischen Medizin: Die Befreiung oder Linderung von Symptomen wird zum alles überragenden Mittelpunkt der Therapie. Weiteres wichtiges Element ist die Kommunikation mit dem schwerkranken oder sterbenden Patienten und seinen Angehörigen.

Wir verfügen über die Zusatzbezeichnung Palliativmedizin. Außerdem ist Dr. Lotfi Vorstandmitglied der SAPV (spezielle ambulante Palliativversorgung) Pforzheim und Enzkreis (Palliativnetz Pforzheim-Enzkreis e.V.) und ist mit Dr. Dencausse ehrenamtlich einer der versorgenden Ärzte des stationären Christlichen Hospizes in Pforzheim. Hierdurch sind wir in der Lage, Patienten während der gesamten Zeit (auch in der Endphase der Krankheit) ganzheitlich zu betreuen.

Infusionen

  • Chemotherapie
  • Multimodale Therapie (z.B. kombinierte Bestrahlung und Chemotherapie)
  • Antikörpertherapie (Avastin, Erbitux, Herceptin, MabThera, Mab Campath usw.)
  • Small molecules/biologica (Tarceva, Sutent, Nexavar, Velcade, Revlimid, PD1-Inhibitoren)
  • Hormontherapie (z.B. bei Brust- oder Prostatakrebs)
  • Immuntherapie (z.B. Interferon, Immunglobuline)
  • Bisphosphonate (bei Knochenmetastasen und Plasmozytom)
  • Langzeittherapien mittels tragbarer Pumpe sowie Schmerzpumpen
  • intrathekale und intraperitoneale sowie intrapleurale Therapien (Chemo- und Immuntherapie)
  • Nutzung und Pflege des Port-Implantationskatheter
  • Transfusion von Blut (Erythrozyten- und Thrombozytenkonserven) sowie Immunglobulinen, Humanalbumin und Gerinnungsfaktoren
  • Künstliche Ernährung (PEG-Sonde oder parenteral über die Vene)
  • Schmerztherapie
  • Zusatzernährung und künstliche Heim-Ernährung des Patienten (zu Hause) in Zusammenarbeit mit qualifizierten Pflegediensten

Diagnostische und therapeutische Verfahren

  • Knochenmarkpunktion (Histologie und Zytologie)
  • Periphere Blutausstriche
  • Aszitespunktion
  • Pleurapunktion
  • Aderlaß
  • Liquorpunktion
  • Knochenmarkzytologie, Ergußzytologie,
  • Automatisiertes Blutbild und (manuelle) Blutbilddiagnostik
  • Ultraschalluntersuchung (Bauch/Abdomen-Organe, Prostata, Lymphknoten, Schilddrüse, Hals, Lunge- und Rippenfell)
  • Punktionen von Organen – auch Ultraschall gesteuert (z.B. Leber, Schilddrüse, Lymphknoten und Metastasen)
  • Ernährungstatuserhebung (BIA-Messung)

Begriffserklärung

Knochenmarkpunktion
Zur genaueren Untersuchung der Blutbildung oder des Immunsystems bei pathologischen Veränderungen kann eine Knochenmarkuntersuchung (nicht zu Verwechseln mit einer Punktion von Hirnwasser-Liquor) erforderlich sein.
Dazu spritzen wir am Beckenkamm oberhalb des Gesäßes ca. eine Handbreite neben der Wirbelsäule eine ausreichende lokale Betäubung. Vorher verabreichen wir in den meisten Fällen eine Sedierung mit einem speziellen Schlafmittel, um die Schmerzwahrnehmung zu unterdrücken. Hierbei sollten Sie die anschließende Autofahrt, aufgrund der Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit, nicht antreten! Danach entnehmen wir mit einer ca. 2 mm durchmessenden Nadel einen kleinen Knochenspan und Knochenmarkblut. Die Punktion dauert ca. 2 Minuten. Nach einer zweistündigen Überwachung können Sie nach Hause gehen.
Anschließend färben wir das Knochenmark und werten es mikroskopisch aus. Übrigens bildet der Körper das entnommene Material umgehend nach.

Lymphknoten- oder Tumorpunktion
Bei dieser Maßnahme möchten wir Gewebe zur mikroskopischen Untersuchung gewinnen. Nach entsprechender Betäubung entnehmen wir mit einer dünnen Nadel entweder einen kleinen Zylinder oder wir saugen einzelne Zellen mit einer Spritze an. Diese Eingriffe sind fast schmerzfrei und in der Regel in wenigen Minuten vorbei.

Punktion von Pleuraerguss (Rippenfellerguss) und Aszites (Bauchwasser)
Hierbei führen wir nach einer Ultraschall gesteuerten Festlegung der Punktionsstelle (um Verletzung benachbarter Strukturen bzw. Organe zu vermeiden) eine lokale Betäubung durch. Nach einer Weile lassen wir mit einer speziellen dünnen Kanüle eine erforderliche Menge an Erguss ab. Bei gegebener Indikation verarbeiten bzw. verschicken wir die abpunktierte Flüssigkeit zur weiteren mikroskopischen bzw. bakteriologischen Untersuchung. Anschließend erfolgt eine Phase der Überwachung bzw. Korrektur der Eiweiß- und Flüssigkeitsbilanz.

Leberpunktion
Zur genaueren Diagnostik einiger Leberkrankheiten ist - trotz der vielfältigen Labortests, die zur Verfügung stehen - gelegentlich eine Probeentnahme nötig. Die Ultraschalluntersuchung hilft uns bei der sicheren Auswahl des Punktionsortes. Anschließend entnehmen wir mit einer Nadel eine Probe. Nach dieser Untersuchung ist, zur Erkennung von Blutungen, eine vierstündige Nachbeobachtung und Bettruhe erforderlich. Bei dieser Untersuchungen sollten Sie nüchtern zum Termin erscheinen.

Gerinnungsuntersuchungen
Spezielle Fragestellungen (z. B. Thromboseneigung, familiär gehäuft auftretende Gerinnungsdefekte) können wir durch Analysen der Blutgerinnungsfaktoren, der Blutplättchen und der Blutungszeit untersuchen. Die komplexen Analyseverfahren machen teilweise eine Koordination der beteiligten Labore erforderlich, so dass wir diese Untersuchungen in der Regel nach Terminvereinbarung durchführen.

Transfusionen
Sofern nicht eine ausgeprägte allergische Reaktionsbereitschaft vorliegt, können wir jede Blut- und Thrombozytentransfusion sowie Immunglobulinsubstitution ambulant vornehmen. Die Verfügbarkeit gefilterter Blutprodukte und ggf. spezieller Untergruppen steigert dabei die Verträglichkeit beträchtlich. Vor der ersten geplanten Transfusion entnehmen wir zur Blutgruppenbestimmung und Kreuzprobe, ca. 3 Tage vor der Transfusion, Blut und verschicken dieses zur Untersuchung. Bei den darauf folgenden Transfusionen reichen lediglich die Kreuzproben.

Wachstumsfaktoren
Die Stärke mancher Chemotherapien (Höhe der Dosierung oder rasche Abfolge der Behandlungszyklen) macht es in speziellen Fällen nötig, die Abwehrfunktion (Zahl der weißen Blutkörperchen „Leukozyten“) zu stärken. Dann können wir mit hämatopoetischen Wachstumsfaktoren (GCSF) eine raschere Erholung der Zahl der weißen Blutkörperchen erreichen. Dies sind meistens einmal täglich, als kleine Spritze (unter die Haut) zu gebende Präparate. Ähnlich kann in speziell gelagerten Fällen auch die Bildung der roten Blutkörperchen angeregt werden (aus dem Leistungssport als EPO - Erythropoeitin bekannt), somit können wir eine Transfusion vermeiden.