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Zentrum für Onkologie Pforzheim

Leistungen

Bild Siloah Medizinisches Versorgungszentrum, Zentrum für Onkologie, Nahaufnahme einer Zelle

Wir führen sämtliche ambulante Abklärungen und Behandlung von Blut- und/oder Tumorerkrankungen bei Verdacht aber auch nach der Diagnosestellung in unserer Praxis durch. Das Leistungsspektrum unserer Praxis entspricht mindestens dem der ambulanten Versorgung im Krankenhaus.
Sollten Sie an einer nicht hier aufgeführten Krankheit erkrankt sein oder Fragen haben, die in Ihrer Meinung nach mit Hämatologie und/oder Onkologie in Verbindung steht, sprechen Sie uns an oder schicken Sie uns eine E-Mail an s.lotfi@siloah.de oder y.dencausse@siloah.de. Wir werden umgehend mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

Onkologie und Hämatologie

Hämatologie und Onkologie sind beides Spezialgebiete der Inneren Medizin.

Der Bereich der Onkologie umfasst die Abklärung, medikamentöse Behandlung und Nachsorge nach Therapie von Krebserkrankungen aller Organe.

Die Hämatologie beschäftigt sich mit der Erkennung und Behandlung des Blutes, des Lymphsystems und der blutbildenden Organe (einschließlich Knochenmarks).
Internistische Onkologen sind Mitglieder in diversen nationalen und internationalen Organisationen, wie z. B. der deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), der European Society of Medical Oncology (ESMO) oder der American Society of Clinical Oncology (ASCO).
Sie unterliegen strengen Qualitätskontrollen mit Nachweis regelmäßiger Fortbildung. Häufig sind sie auch an Qualitätssicherungsprotokollen oder an Studien zur Zulassung neuer innovativer Medikamente beteiligt. So können wir Ihnen oft, ohne Ihre Krankenkasse zu belasten, auch innovative Therapien anbieten.

Ambulante Diagnostik und Therapie

Die Krebsdiagnose stellt einen existenziellen Einschnitt im Leben der Betroffenen dar. In dieser Situation benötigen die Patienten neben der Unterstützung durch Bezugspersonen vor allem eine kompetente medizinische Betreuung.
Dabei ist eine ambulante wohnortnahe Versorgung mit allen hieraus resultierenden Vorteilen (vertrautes häusliches und soziales Umfeld) der wichtigste Aspekt, wobei sich mittlerweile bis zu 90 % aller Krebserkrankungen ambulant behandeln lassen.
Ein ebenso gleichwertiger Vorteil ist die konstante Arzt-Patient-Beziehung ohne häufigen Arztwechsel während der Behandlungsphase sowie die schnellen Entscheidungswege in unserer onkologischen Schwerpunktpraxis.

Hämato-onkologisches Spektrum

  • In der Vergangenheit mussten viele Patienten bei einer Krebserkrankung lange Klinikaufenthalte in Kauf nehmen. Heute lassen sich über 90% der Tumorerkrankungen problemlos im ambulanten Bereich durchführen.  
  • Besonders wichtig ist jetzt, aufgrund der enormen Fortschritte der Medizin, die erfolgreiche Behandlung der Begleitsymptome, um die gefürchteten Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Infektion etc. zu verhindern.  
  • Die Durchführung einer ambulanten Therapie ermöglicht es dem Patienten seine Lebensqualität zu erhalten.  
  • Besonders wichtig ist uns e die palliative Behandlung als eine umfassende Symptomkontrolle zur Linderung jeglicher Beschwerden.
     

Spezielle Leistungen:

  • Adjuvante Chemotherapie: Chemotherapie nach vollständiger operativer Tumorentfernung zur Verminderung des Rückfallsrisikos
  • Neoadjuvante Chemotherapie: Chemotherapie vor einer geplanten Operation um die Gesamtergebnisse (Operation, Chance einer Heilung) zu erhöhen.
  • Kurative Chemotherapie: Ziel ist die Heilung und vollständige Entfernung der Tumorzellen aus dem Körper
  • Palliative Chemotherapie: Ziel ist die Erhaltung bzw. Wiedergewinnung der Lebensqualität solange wie möglich, die Linderung der Symptome, die Lebensverlängerung und das Zurückdrängen der Tumorerkrankung
  • Immuntherapie
  • Immunglobulintherapie
  • Bisphosphonat (Therapie der Knochenmetastasen)‏
  • Antikörpertherapie und zielgerichtete Therapie
  • Schmerztherapie
  • Ernährungstherapie
     

Transfusionstherapie:

  • Erythrozytenkonzentrat
  • Thrombozytenkonzentrat
  • Immunglobulin
  • Gerinnungsfaktoren
  • Humanalbumin
  • Aderlass-Therapie
     

Diagnostik:

  • Sonographie (Bauchraum, Schilddrüse, Lymphknoten, Halsweichteile)‏
  • EKG
  • KMP
     

Nachsorgeuntersuchung: Nach Abschluss der Behandlung

weitere Leistungen/Angebote:

  • Kosmetikseminar für Krebspatientinnen: In Zusammenarbeit mit DKMS und unserem Brustzentrum  
  • Entspannungskurse für Krebspatienten: In Zusammenarbeit mit der physiologischen Abteilung des Siloah St.Trudpert Klinikums  
  • Onko-Walking: In Zusammenarbeit mit der Frauenklinik  
  • Ernährungsberatung
  • Onkologische Schulungen für Patienten mit Chemotherapie
  • Misteltherapie

Weiter Informationen zum Hämato- onkologischen Leistungsspektrum erhalten Sie hier.

Bestrahlung

Ebenso wie die chirurgischen Verfahren ist auch die Bestrahlung ein überwiegend lokales Therapieverfahren, bei dem wir nur bestimmte Körperregionen behandeln. Infolge erheblicher Verbesserung der Therapieplanung und der Schonung von gesundem Gewebe, gehört die Strahlentherapie heute zu insgesamt gut tolerierbaren Therapieverfahren. Unsere Kooperationspartner in diesem Bereich sind die Strahlenpraxis Pforzheim/Niefern sowie die Strahlentherapie des Städtischen Krankenhauses Karlsruhe und der Vidia Kliniken Karlsruhe.

Systemische Therapieformen

Hierbei handelt es sich um Therapien, die den gesamten Organismus betreffen. Da vielfältige Wechselwirkungen mit den inneren Organen beachtet werden müssen, ist dies die Domäne der internistischen Onkologie. Insbesondere handelt es sich hierbei um:

  • die zytostatischen Chemotherapien,
  • hormonelle Therapien,
  • Immun- und Antikörpertherapien und
  • zielgerichtete Therapien.

Kombinationstherapieformen der drei klassischen Therapiearten haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Um die Operationsmöglichkeiten eines Tumors zu verbessern, können wir in einigen Fällen eine Chemotherapie oder Bestrahlung vor der Operation einsetzen, um den Tumor zu verkleinern, d. h. operabel zu machen. Dann sprechen wir von einer neoadjuvanten Therapie im Rahmen multimodaler Konzepte. Abhängig vom Stadium der Erkrankung ist nach einer Operation eine Chemo- oder Strahlentherapie sinnvoll - in manchen Fällen auch beide Formen nacheinander oder sogar gleichzeitig. Dies bezeichnen wir als adjuvanten Chemo- oder Strahlentherapie. In anderen Fällen ist die gleichzeitige Chemo- und Strahlentherapie von Nutzen, denn dadurch verstärken wir die Sensibilität der Tumorkrebszellen für die Strahlentherapie.

Die richtige Planung von einer Tumorbehandlung beginnen wir daher oft schon beim Verdacht auf eine Krebserkrankung. Bereits die chirurgische Form einer Probengewinnung zur Sicherung der Erstdiagnose ist bei manchen Tumoren für den weiteren Verlauf der Erkrankung und für das Setzen von Metastasen von großer Bedeutung. Es ist daher fast immer sinnvoll, auch schon vor einer Operation das Vorgehen mit einem internistischem Onkologen zu besprechen, damit wir durch die Übernahme der richtigen Therapiekoordination die besten Chancen für den weiteren Verlauf gewährleistet können, bis hin zur Planung der Nachsorge.

Weiter Informationen zu Systemischen Therapieformen erhalten Sie hier.

Chirurgische Verfahren

Durch chirurgische Verfahren können wir in einer Vielzahl der Fälle bösartige Tumore komplett entfernen. Bei der Operation ist ein hoher Qualitätsstandard gewährleistet. Von ihr aus ist die korrekte Stadieneinteilung abhängig, aus der wir die Empfehlung zu einer weiteren Therapie ableiten. In manchen Fällen dient die Operation auch nur zur Stellung der Diagnose, z. B. bei bösartigen Lymphomen. Bei Metastasen können wir manchmal, durch eine operative Entfernung, noch eine vollständige Heilung erzielen.
Wir sind Kooperationspartner des zertifizierten Darm- und Pankreas-Zentrums Klinikum Pforzheim.
Wir kooperieren im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit mit dem Siloah St. Trudpert Klinikum.
Zudem sind wir Kooperationspartner der Klinik für Viszeralchirurgie des Siloah St. Trudpert Klinikums und des NCT (nationales Centrum für Tumorerkrankungen) der Universitätsklinik Heidelberg.

Nebenwirkungen

Zum Glück sind belastende Nebenwirkungen einer Chemotherapie nicht so häufig, wie oft befürchtet wird. Bei vielen Therapien treten gar keine Nebenwirkungen auf. Falls doch, sind sie oft gut zu behandeln. Das Auftreten von Nebenwirkungen sagt nichts über die Wirksamkeit der Therapie aus, sie wird dadurch weder gefördert noch gehemmt, d. h. die Therapie kann auch dann gut wirksam sein, wenn sie gut vertragen wird und keine unerwünschten Wirkungen auftreten.
Auftreten können:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Haarausfall
  • Blutbildveränderungen, andere Organe
  • Blutarmut

Alternative Methoden
Fast jeden Tag kommen mehr Informationen und Fragen zu neuen alternativen Methoden auf. Gerne können Sie uns darauf ansprechen. Wir sind Ihnen ebenso dankbar, wenn Sie uns Informationen über alternative Methoden zukommen lassen.

Hier noch einige Tipps zur Selbsthilfe.

Bei Appetitstörungen

  • Essen Sie ein Stückchen Traubenzucker vor der Mahlzeit.
  • Trinken Sie ein kleines Glas Portwein vor dem Mittag- oder Abendessen.
     

Bei rascher Sättigung (Völlegefühl)

  • Verteilen Sie kleine Mahlzeiten (ca. alle 3 Std.) über den Tag.
  • Trinken Sie vor dem Essen nicht.
  • Nehmen Sie nur wenig Flüssigkeit während der Mahlzeiten zu sich.
  • Nehmen Sie die Flüssigkeiten (mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag) zwischen den Mahlzeiten zu sich.
     

Bei Kau- und Schluckstörungen

  • Schneiden Sie beim Brot die Kruste ab.
  • Pürieren Sie harte Nahrungsmittel wie Gemüse.
  • Lassen Sie zubereitete Speisen abkühlen.
  • Trinken Sie immer wieder zwischendurch etwas und spülen Sie den Mund, trinken Sie evtl. mit Strohhalm.
  • Vermeiden Sie säurehaltige Nahrungsmittel, wie z.B. Essig, Obstsäfte, Zitrusfrüchte.
  • Bevorzugen Sie hoch kalorische Trinknahrungen.
     

Bei Erbrechen

  • Knabbern Sie trockene Nahrungsmittel wie Zwieback, Knäckebrot, altbackene Semmeln.
  • Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von Tee, gesalzener Fleisch- oder Gemüsebrühe, fettfreier Bouillon, Mineralwasser ohne Kohlensäure, Cola-Getränken.
  • Kalte Getränke sind oftmals besser verträglich als warme!
     

Bei Durchfall

  • Trinken Sie reichlich, z.B. schwarzen Tee, gesalzene Brühe mit etwas Hafer- oder Hefeflocken, Mineralwasser ohne Kohlensäure.
  • Akuter Durchfall: Verzehren Sie reife Bananen, Reis, Äpfel.
  • Chronischer Durchfall: Verwenden Sie ein Minimum an Fett, bevorzugen Sie leicht verdauliche Fett: MCT-Fette, Margarine, kaltgeschlagenes Öl.
  • Starker massiver Durchfall: Nehmen Sie, nach Rücksprache mit Ihrem Arzt, rechtzeitig verstopfende Medikamente ein z.B. Loperamid/Imodium oder gar Opiattropfen.
     

Bei Verstopfung

  • Trinken Sie ein Glas Wasser auf nüchternen Magen gleich morgens nach dem Aufstehen.
  • Essen Sie frisches Gemüse und reichlich Salat.
  • Essen Sie Vollkornbrot und Getreideprodukte (Müsli).
  • Trinken Sie Pflaumensaft, Traubensaft, Orangensaft oder frischen Most.


Hinweis:
Was tun, wenn es zu Hause im Rahmen einer Tumorerkrankung zu akuten gesundheitlichen Problemen kommt?

Dann rufen Sie uns an! Als unser/e Patient/in erhalten Sie eine Mobilfunknummer, unter der Sie uns 24 Stunden am Tag erreichen können.
Für Notfälle allgemeiner Art steht die Ärztliche Notfallpraxis im Siloah St. Trudpert Klinikum und Klinikum Pforzheim zur Verfügung.
Sie ist unter der Nummer: 07231  498-0 bzw. 07231  969-0 zu erreichen.

Sollten Sie außerhalb der Öffnungszeiten eine Apotheke benötigen, so können Sie über das Aponet und die Eingabe Ihrer Postleitzahl eine Bereitschaftsapotheke in Ihrer Nähe ausfindig machen. www.aponet.de

Palliativmedizin

Palliativmedizin ist die Summe aller medizinischen, pflegerischen und psycho-sozialen Maßnahmen, wenn Heilung nicht mehr möglich ist. Das Lindern von Beschwerden und Qualen sowie das Erhalten der bestmöglichen Lebensqualität sind entscheidend für das Wohl der Kranken.

Nach den Definitionen der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin ist Palliativmedizin „die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer voranschreitenden, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine heilende Behandlung anspricht. Die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen besitzt dann höchste Priorität."

Nicht die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität, also die Wünsche, Ziele und das Befinden des Patienten stehen im Vordergrund der Behandlung.

Die Einstellung gegenüber der Symptomkontrolle unterscheidet die Palliativmedizin von der klassischen Medizin: Die Befreiung oder Linderung von Symptomen wird zum alles überragenden Mittelpunkt der Therapie. Weiteres wichtiges Element ist die Kommunikation mit dem schwerkranken oder sterbenden Patienten und seinen Angehörigen.

Wir verfügen über die Zusatzbezeichnung Palliativmedizin. Dr. Lotfi  und Dr. Dencausse sind Vorstandmitglieder der SAPV (spezielle ambulante Palliativversorgung) Pforzheim und Enzkreis (Palliativnetz Pforzheim-Enzkreis e.V.). Dr. Dencausse ist zudem ehrenamtlich einer der versorgenden Ärzte des stationären Christlichen Hospizes in Pforzheim. Hierdurch sind wir in der Lage, Patienten während der gesamten Zeit (auch in der Endphase der Krankheit) ganzheitlich zu betreuen.

Andere Tätigkeiten des Zentrums für Onkologie

  • Leitung des Onkologischen Arbeitskreises im MVZ und Siloah  St. Trudpert Klinikum: Organisation und Leitung der wöchentlichen Konferenz, dienstags
  • Gynäkologisches Tumorbord des Brustzentrums jeden Mittwoch
  • Konsiliardienst Siloah St. Trudpert Klinikum 
  • Arzt im Stationären Hospiz Pforzheim/Enzkreis
  • Onkologische Fortbildungsabende
  • Palliativmedizinisches Kolloquium
  • Mikroskopische Auswertung von Knochenmarkpräparaten (Zytologie)
  • Arzt im Rahmen der Spezialisierten Ambulanten Palliativ Versorgung (SAPV)

Mitgliedschaften des Zentrums für Onkologie: 

  • Deutsche Gesellschaft für Hämatologie-Onkologie (DGHO)‏
  • ESMO
  • Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)‏
  • Arbeitskreis Gynäkologische Onkologie (AGO)‏
  • Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)‏
  • Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO)‏
  • Palliativ Netzwerk Enzkreis